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Als Judenhaus wurden in der Behördensprache des nationalsozialistischen Deutschen Reichs Wohnhäuser aus (ehemals) jüdischem Eigentum bezeichnet, in die ausschließlich jüdische Mieter und Untermieter zwangsweise eingewiesen wurden.[1] Wer in diesem Zusammenhang als Jude galt, war im § 5 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 geregelt; ausgenommen wurden sogenannte privilegierte Mischehen.

Damit wurde zu Lasten der Juden Wohnraum für die sogenannte deutschblütige Bevölkerung freigemacht. Die Maßnahme erleichterte Diskriminierungen der jüdischen Bewohner und unterband gewachsene nachbarschaftliche Beziehungen.

In Burgsteinfurt gab es folgende Judenhäuser:

Steinstraße 15 (1939-1941)
Kautenstege 6 (1939-24.01.1942)
An der Hohen Schule (1939-27.07.1942)
Wasserstraße 25 (1939-24.01.1942)
Bütkamp 8 (1939-24.01.1942)
Rottstraße 9 (1939-Juli 1941)