Inititative Stolpersteine Burgsteinfurt

Kurt Meyer

Kurt Meyer war der erstgeborene Sohn von Julius Meyer und seiner Ehefrau Bertha, geborene Poppert. Er wurde 1922 auf der Bahnhofstraße 21 geboren. Er besuchte zunächst die jüdische Volksschule und besuchte ab 1932 das Arnoldinum, dass er aber bereits im August 1934 wieder verließ. Weshalb der Abgang erfolgte ist uns nicht bekannt, aber es dürfte an den vielen Anfeindungen gelegen haben. Möglicherweise kehrte er für sein letztes Jahr auf die jüdische Volksschule zurück und arbeitete dann bei seinem Vater mit. In der Pogromnacht flüchtete er mit seiner Mutter und seinem Bruder Heinz zur Familie Humberg in die Wasserstraße und musste am Morgen des gleichen Tages erleben, wie man seinen Vater verhaftete und zwei Tage lang festhielt. Am 1. März 1939 emigrierte er mit seiner Familie nach Chile, wo er seine spätere Ehefrau Ruth kennenlernte, die aus Berlin nach Chile geflüchtet war. Mit ihr gründete er eine Familie und lebte in der Hauptstadt Santiago de Chile. 1988 kehrte er mit seiner Frau zu einem Kurzbesuch nach Burgsteinfurt zurück. Er verstarb in den späten 1990er Jahren an einer Krebserkrankung.  

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Fotos der Familie Meyer

Bild 1: Archiv Kiepker/Balzer, Bild 3: Privatbesitz Löpenhaus

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