Inititative Stolpersteine Burgsteinfurt

Julie Simons

Julie Simons wurde 1869 als Judula Wolff in Rheindahlen bei Mönchengladbach geboren. Sie war eine Tochter des Metzgers Philipp Wollf und seiner Frau Amalie. Julie hatte mindestens zwei Geschwister: Felix (1867) und Johanna (1870). 1896 heiratete Julie Simons ihren Cousin Philipp, der in Burgsteinfurt lebte und zog zu ihm. Das Paar bekam drei Kinder: Felix (1899), Arthur (1900-1901) und Erich (1901). Ab 1901 lebte das Paar auf der Neustraße 3 (heute An der Stadtmauer 7a).  Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1921 betrieb sie dessen Metzgerei eine kurze Zeit weiter, anschließend errichtet ihr Sohn Erich darin einen Kolonialwarenhandel. Nach der Pogromnacht, bei der vor allem das Wohnhaus der Familie Simons großen Schaden erlitten hatte, verkaufte Julie Simons die Häuser an der Stadtmauer 7a und 7b, sowie ein Gartengrundstück am Schleifstein. Im September 1939 besaßen Julie und die Familie ihres Sohnes Erich, bereits ein Einreisevisum für Chile, doch die Erlebnisse der letzten Monate waren für Julie zu viel gewesen. Am 16. September 1939 erlitt sie sechs Wochen vor ihrer Ausreise einen Herzinfarkt und wurde auf dem völlig zerstörten Friedhof an der Gerichtstraße ohne Grabstein bestattet.      

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Felix Simons
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Johanna und Hannelore Simons
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Erichs Simons 
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Bilder von Julie Simons

Bilder von der Verlegung am 21. Februar 2017