Inititative Stolpersteine Burgsteinfurt

Levi und Thekla Israel

Thekla Israel war eine geborene Löwenstein und wurde 1879 in Ahaus geboren. Um 1908 lebte sie in Hamburg und heiratete den dort ebenfalls lebenden Levi Israel (1876 Dillich). 1909 kehrte das Paar zurück und eröffnete in Burgsteinfurt eine Filiale des Kaufhauses A.A. Löwenstein, das von ihrem Großvater in Ahaus gegründet worden war. Das Paar bekam vier Kinder: Trude (1910) , Ilse (1911), Margarethe (1913) und Paul (1915). Levi Israel kämpfte im Ersten Weltkrieg, von dort aus stammte das uns bekannte einzige Foto. Das Geschäft geriet nach dem Börsencrash 1929 in finanzielle Schieflage und konnte trotz mehrerer Versuche nicht aufrecht gehalten werden. 1932 musste es geschlossen werden. Bis 1937 lebte das Ehepaar von ihrem Erspartem. Dann mussten sie das Haus verkaufen. Von dem Kaufpreis von knapp 35000 RM blieben aber nach Abzug der Hypotheken der Banken und der Kredite von Theklas Bruder nur noch knapp 5000 RM. 1938 zog das Ehepaar auf die Moltkestraße in eine von Rosa Cohens Mietwohnungen. Die vier Kinder des Ehepaares, waren bereits alle erfolgreich geflüchtet.  Zu jener Zeit war Levi Israel auch Vorsteher der Gemeinde, nachdem sein Vorgänger Alfred Wertheim nach Münster verzogen war. In der Pogromnacht waren sie nicht anwesend, weshalb sich die Ausschreitungen vermutlich nur gegen ihr weniges Mobiliar richtete. Zwei Wochen später flüchtete die Familie in die Niederlande, vermutlich zur Tochter Magarethe nach Enschede. Am 24. November 1942 wurde er zusammen mit seiner Ehefrau Thekla nach Auschwitz deportiert und dort bei Ankunft ermordet. 

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Fotos der Eheleute Israel

Bilder 1 von Tochter Aliza Ghaniels, Bild 2: Archiv Kiepker/Balzer

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Bilder von der Verlegung am 
5. Oktober 2013